Der AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder), auch Ausbilderschein genannt, ist der umgangssprachliche Name für das offizielle Zeugnis über die Ausbildereignungsprüfung nach der AEVO (Ausbilder-Eignungsverordnung). Wer den Ausbilderschein hat, darf in Deutschland Auszubildende einstellen, ausbilden und ihre Berufsausbildung verantworten.
Geregelt wird das Ganze über das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) von 2009. Seit 2026 wird die schriftliche Prüfung vollständig digital abgelegt.
Kurzfassung: Wer Auszubildende ausbilden möchte, braucht den Ausbilderschein. Die Prüfung legst du vor der zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammer) oder HWK (Handwerkskammer) ab — bundesweit einheitlich.
Die AEVO regelt zwei getrennte Eignungen:
Du brauchst keinen formalen Schulabschluss, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Vorkenntnisse im Ausbildungsberuf, in dem du später ausbilden willst, sind aber erforderlich.
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Vorbereitungskurs IHK / HWK (40–60 Std.) | 400–800 € |
| Prüfungsgebühr IHK / HWK | 180–250 € |
| Lernmaterial / LernApp | 40–100 € |
| Gesamt | ca. 600–1.150 € |
Der Arbeitgeber übernimmt die Kosten häufig — vor allem dann, wenn er von dir als Ausbilder profitiert. Frag in deiner Personalabteilung nach.
Tipp: Die Prüfungsgebühr zahlst du auch ohne Vorbereitungskurs (Externe Zulassung). Wenn du dich allein vorbereitest und unsere App nutzt, sparst du sofort 400–800 € am Kurs.
Die Prüfung besteht aus zwei Teilen — seit 2026 wird die schriftliche Prüfung digital am PC abgelegt:
Bestehensgrenze: 50% in jedem Teil. Beide Teile zusammen ergeben deine Endnote — keiner kann den anderen ausgleichen, wenn er unter 50% liegt.
Je nach Lerntyp und Vorkenntnis:
👉 Mehr Details zu jedem HF findest du auf unserer Seite Handlungsfelder im Detail.
300+ Übungsfragen, Vollprüfungs-Simulation und Spaced Repetition — 3 Tage kostenlos testen.
📲 App jetzt ladenIn Ausnahmefällen kann die IHK eine Befreiung von der AEVO-Prüfung erteilen — etwa für Personen mit einschlägiger pädagogischer Hochschulausbildung (Lehramt, Diplom-Berufspädagoge, Studium der Wirtschaftspädagogik). Wer schon vor 2003 ausgebildet hat (Übergangsregelung), kann oft auch ohne Schein weitermachen.
Ja — die Prüfung ist bundeseinheitlich. Dein Schein gilt in ganz Deutschland.
Zweimal — also insgesamt drei Versuche. Beim dritten Versuch musst du in der Regel einen Vorbereitungskurs nachweisen.
Nein, der Schein gilt lebenslang. Du musst ihn nicht erneuern.
Die Prüfung selbst legst du immer in Präsenz bei der IHK ab. Die Vorbereitung kannst du komplett online machen — z.B. mit unserer App.